Der Preis für Holzpellets zieht im August deutlicher an als für die Sommermonate üblich. Eine Tonne (t) Pellets kostet laut dem Deutschen Pelletinstitut (DEPI) bei einer Abnahmemenge von 6 t aktuell durchschnittlich 427,72 Euro. Für eine Kilowattstunde Wärme aus Pellets zahlen Verbraucher derzeit 8,55 Cent. Gegenüber dem Vormonat ist der Preis damit um rd. 10 Prozent gestiegen. Gleichzeitig bleiben Pellets deutlich günstiger als fossile Energien: Der Preisvorteil gegenüber Heizöl liegt aktuell bei rd. 35 Prozent, gegenüber Erdgas bei etwa 24 Prozent.
Der Preisanstieg fällt für die Sommermonate ungewöhnlich deutlich aus. Grund dafür ist unter anderem die derzeit geringere Verfügbarkeit von Sägespänen, dem wichtigsten Rohstoff für die Pelletproduktion. Aufgrund der schwachen Baukonjunktur ist der Einschnitt in den Sägewerken deutlich reduziert und es fallen weniger Sägespäne an, die als Rohstoff für die Pelletproduktion benö- tigt werden. Gleichzeitig sind weitere Kosten, etwa für Personal und Transport, gestiegen. Das aktuelle Preisniveau liegt damit über dem Niveau der vergangenen beiden Jahre.Wer mit Pellets heizt, profitiert trotzdem weiterhin von einer wirtschaftlich attraktiven Wärmeversorgung. Im langjährigen Durchschnitt seit 2015 waren Pellets rund 25 Prozent günstiger als Heizöl und fast 31 Prozent günstiger als Erdgas. „Auch wenn die Preise aktuell höher liegen: Wer langfristig mit Pellets heizt, hat in den vergangenen zehn Jahren deutlich weniger für seine Wärme bezahlt als bei Öl oder Gas“, so DEPI-Geschäftsführer Martin Bentele.
Quelle: Deutsches Pelletinstitut GmbH

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Viel Energie auf kleinem Raum: Wer einen Heizöltank hat, verfügt über einen eigenen zuverlässigen Energiespeicher im Haus. Und der verrichtet oft über viele, viele Jahre zuverlässig und problemlos seinen Dienst. Dennoch kann sich auch eine Modernisierung der Tankanlage lohnen. Was alles dafür spricht, hat das Institut für Wärme und Mobilität (IWO) zusammengefasst.
„Unabhängigkeit ist ein großer Vorteil von Heizöltanks“, weiß Torsten Hartisch vom IWO. „Wer den eigenen Energievorrat selbst lagert, kann auch den Energielieferanten frei wählen. Auch Liefermenge und Liefertermin können weitgehend selbst bestimmt werden.“ So können sich Verbraucherinnen und Verbraucher gezielt einen sicheren Energievorrat auch für längere Zeit anlegen, ohne separate Leitungs- und Anschlussgebühren entrichten zu müssen. Und dank der hohen Energiedichte des flüssigen Brennstoffs können sie mit ihrer Tankanlage zudem auf einen sicheren Vorrat von oft mehr als zehntausend Kilowattstunden erreichen.
Kein Geruch: Heizöl lagert völlig unbemerkt im Tank
Noch vor einigen Jahren wusste jeder Besucher, wenn ein Heizöltank im Keller stand. Der typische Ölgeruch gehört aber schon lange der Vergangenheit an. Technische Innovationen haben dazu beigetragen, die Materialeigenschaften etwa von Kunststofftanks immer weiter zu entwickeln. Daher bieten moderne Varianten zum Beispiel eine wirksame Geruchsbarriere. Auch bei der Aufstellung bieten neue Heizöltanks mehr Flexibilität. Moderne Sicherheitstanksysteme aus Kunststoff mit integrierter Rückhalteeinrichtung und einwandige Tanks aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) können bis zu einem Lagervolumen von 5.000 Litern auch direkt neben der Heizung aufgestellt werden. Für diese Batterietanksysteme werden ummauerte Auffangräume oder -wannen überflüssig. Die verschiedenen Behälter sind in diversen Volumina und Abmessungen verfügbar und dazu einfach zu transportieren. „Durch die vielseitigen Tankformen kann das Heizöllager flexibel je nach Bedarf an die räumlichen Gegebenheiten angepasst werden“, berichtet Hartisch. „Durch die Heizungsmodernisierung mit Brennwerttechnik, die zusätzliche Einbindung erneuerbarer Energie und Maßnahmen an der Gebäudehülle, lässt sich zudem der Brennstoffbedarf oft deutlich reduzieren, sodass die Tankanlage insgesamt verkleinert werden kann.“
Auch die Tankfüllung wird der Zukunft angepasst: Future Fuels sparen CO2 ein
Und zukünftig wird auch die Tankfüllung eine andere sein: treibhausgasreduzierte flüssige Energieträger – sogenannte Future Fuels – könnten das klassische Heizöl nach und nach ersetzen. Ziel ist ein perspektivisch sogar treibhausgasneutraler flüssiger Energieträger, der in heute modernen Öl-Brennwertheizungen und Tanksystemen eingesetzt werden kann. Herstellung und Nutzung alternativer Brenn- und Kraftstoffe beruhen auf geschlossenen Kohlenstoffkreisläufen. Bereits heute werden sie mit Benzin, Diesel und Heizöl kombiniert. Künftig geht es darum, Art und Zahl der regenerativen Quellen zu erweitern, zum Beispiel durch nachhaltige Biokraftstoffe, die zum Beispiel aus Altspeisefetten und Abfall hergestellt werden und eine Konkurrenz mit dem Nahrungsmittelanbau vermeiden. Aufgrund des absehbar großen Bedarfs werden mittel- bis langfristig auch sogenannte E-Fuels auf Basis von grünem Wasserstoff benötigt, der mittels Ökostrom erzeugt wird. Bereits heute werden in verschiedenen Modellvorhaben in Deutschland, aber auch europaweit, die Future Fuels in verschiedenen Beimischungen im Alltag in modernen Öl-Brennwertheizungen eingesetzt. Und das völlig problemlos.
Quelle: Institut für Wärme und Mobilität e. V. (IWO)
Wer ein Gebäude mit Ölheizung besitzt, sollte sich mit den aktuellen Rahmenbedingungen vertraut machen. Die ergeben sich aus dem neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) und der jüngst in Kraft getretenen CO2- Bepreisung. Das Institut für Wärme und Mobilität (IWO) hat wichtige Punkte zusammengefasst.
Das Wichtigste zuerst: Ölheizungen dürfen weiter betrieben und auch modernisiert werden. Bis einschließlich 2025 können bestehende Heizkessel wie gewohnt gegen moderne Öl-Brennwertgeräte ausgetauscht werden. Nur für Hausbesitzer in Baden-Württemberg und Hamburg gelten landesspezifische Regeln.
Hauseigentümer, die nach 2025 eine neue Ölheizung einbauen wollen, müssen zusätzlich auf erneuerbare Energien wie zum Beispiel Solaranlagen setzen. Der Einbau einer Ölheizung allein ist allerdings auch erlaubt. Nämlich dann, wenn kein Gas- oder Fernwärmenetz vorhanden ist, und keine erneuerbaren Energien anteilig eingebunden werden können. Ist die Ölheizung bereits mit einer Solaranlage kombiniert, so kann jederzeit ein Kesseltausch durchgeführt werden, da das Gebäude bereits anteilig mit erneuerbaren Energien versorgt wird.
Auf fossile Energieträger wie Erdgas, Flüssiggas und Heizöl, aber auch auf Kraftstoffe Benzin und Diesel wird seit 1. Januar 2021 eine zusätzliche Abgabe – die sogenannte CO2-Bepreisung – erhoben. Sie soll dazu beitragen, dass insgesamt weniger solcher Kraft- und Brennstoffe verbraucht werden und die so verursachten Treibhausgasemissionen sinken. Der CO2-Preis wird grundsätzlich auf alle fossilen Energieträger erhoben. Für 2021 beträgt dieser 25 Euro pro Tonne CO2. Für Hauseigentümer bedeutet das Mehrkosten von rund 0,75 Cent pro Kilowattstunde beim Heizöl, rund 0,65 Cent pro Kilowattstunde beim Flüssiggas bzw. rund 0,55 Cent pro Kilowattstunde beim Erdgas. Damit sind die Unterschiede zwischen den genannten Energieträgern eher gering und die Erhöhung liegt beim Heizöl etwa im Bereich der gewohnten Preisschwankungen.
Wer die CO2-Emissionen seines Eigenheims sowie die Brennstoffkosten weiter reduzieren möchte, sollte eine Modernisierung in Betracht ziehen. Für ölbeheizte Gebäude ist dabei der Einbau eines modernen Öl-Brennwertgeräts oftmals die kostengünstigste Option. Die zusätzliche, direkte Einbindung erneuerbarer Energien, etwa in Form einer Solaranlage, hilft dabei, die CO2-Emissionen weiter zu verringern. Für den Einbau neuer Öl-Hybridanlagen gibt es weiterhin staatliche Fördergelder, finanziell unterstützt wird der Einbau der erneuerbaren Komponenten. Mit Hochdruck wird zudem an alternativen treibhausgasreduzierten beziehungsweise sogar -neutralen flüssigen Brennstoffen gearbeitet. Solche „Future Fuels“ kommen auch schon in IWO-Modellvorhaben zum Einsatz. Modernisierer mit Öl-Brennwerttechnik können sich bereits jetzt an der IWO-Pilotinitiative „future:fuels@work“ beteiligen haben die Chance auf eine Tankfüllung (maximal 2.000 Liter) treibhausgasreduziertes Heizöl.
Quelle: Institut für Wärme und Mobilität e. V. (IWO)